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BlogBetreiber Johnny Haeusler und sein eBook-Experiment

26. Januar 2012
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Amazon gegen Apple und pBooks gegen eBooks

Johnny Häusler und sein eBooks

Johnny Häuslers Buch und Experiment

Johnny Haeusler betreibt mit Spreeblick [www.spreeblick.com] einen der erfolgreichsten deutschen Blogs. Als Autor und Verleger in der digitalen Welt können auch an ihm die elektronischen Publikationsplattformen Kindle und iTunes/IBooks nicht spurlos vorbeigehen. Auch, um, wie er selbst meinte, festzustellen, wie die neuen Publikations-Plattformen Kindle und iTunes/iBooks funktionieren bzw. sich der Verkauf über diese gestaltet, hat Johnny Haeusler im Dezember 2011 ein Buch darüber publiziert. Mit “I live by the river” wollte er u.a. auch feststellen, wie sich der Verkauf bzw. die Ranglisten gestalten.

Hier Johnny Haeusler im O-Ton zu seinem “eBook Experiment”:

Neben dem offensichtlichen Grund, dass nämlich und natürlich jeder Autor sein Buch gerne erfolgreich verkaufen möchte, um sich endlich eine Yacht leisten zu können, lade ich euch mit meiner schamlosen Kauf-Aufforderung jedoch auch ein, Teil eines Experiments zu sein. Denn wer sich in diesen Tagen mit klassischen Print-Verlagen unterhält, hört diese darüber klagen, dass sich eBooks nicht verkaufen würden. Nur im zweistelligen Bereich würde man Print-Bestseller in ihrer elektronischen Version an den Mann oder die Frau bringen, zu verdienen wäre sowieso nichts damit. Dem gegenüber stehen die Aussagen in den PR-Mitteilungen diverser Vertriebsplattformen, die vom jetzt auch in Deutschland einsetzenden Erfolg des eBooks sprechen. Genaue Zahlen gibt es natürlich von keiner Seite.

Bei uns wird das anders sein. Ich werde regelmäßig die aktuellen Verkaufszahlen hier veröffentlichen und ich möchte mit eurer Hilfe ausprobieren, ob ich es in die Verkaufscharts schaffe – und wie viele verkaufte Bücher dafür nötig waren. Sollten die Print-Verlage Recht haben, müsste das mit 50 Exemplaren zu machen sein. Gibt es jedoch den von digitalen Händlern beteuerten eBook-Boom, werde ich selbst mit 100 verkauften Büchern keinerlei Chance haben. [ .... ] Nicht zuletzt ist diese eBook aber auch ein Social-Media-Experiment. Ich werde euch auf allen Kanälen damit auf den Wecker gehen und bin gespannt, ob das für den Verkauf wirklich etwas bringt, oder ob ihr mich einfach nur überall aus euren Freundeslisten schmeißt.

Wir betrachten dieses Projekt natürlich als sehr interessierter Beobachter. Laut den letzten Updates vom 24.1.2012 konnte Johnny bereits 3.770 Stück seiner eBooks verkaufen und belegt damit auf Amazon #286 und Apple #23. Dabei verkauft sich das Buch über den Amazon-Kindle-Shop deutlich besser als über die Apple iTunes/iBooks-Plattform. Anfang Januar standen den 968 verkauften eBooks auf iTunes/iBooks 1.903 Stück auf Kindle gegenüber, also rund doppelt soviel. Damit dürfte trotz wesentlich größerer Verbreitung der Apple-Geräte wie iPads und iPhones auch in Deutschland die Kindle-Plattform die “Lese-Hoheit” erobern, wie bereits in den USA oder UK.

Für Johnny Haeusler dürfte sich der Schritt in Richtung eBooks jedenfalls auch pekuniär ausgezahlt haben. Er wird mit dem vorliegenden Buch wohl einige tausend Euro an Tantiemen verdienen und sich einen neuen Einnahmenstrom für seine Spreeblick Verlag KG eröffnet haben. Uns zeigt es, dass es für Autoren und Verlage möglich ist, die neuen Publikationsformate wie eBooks für eine sinnvolle Erweiterungen bestehenden Geschäftsmodelle zu nutzen, auch wenn nicht jeder ein Johnny Haeusler ist und über einen Blog mit einer dermaßen breiten Leserschaft verfügt. Mit zunehmender Verbreitung der eBooks bzw. der eBook-Plattformen wie Kindle oder iTunes werden sich auch den “kleinen” Autoren und Verlage bzw. auch Neueinsteigern schöne Möglichkeiten eröffnen.

Ebenfalls dürfte mit den von Johnny Haeusler vorgelegten Daten das Vorurteil aufgehoben sein, dass man bereits mit ein paar Dutzend verkaufter eBooks in die Ranglisten stürmen kann. Trotz mehr als 2.000 verkauften eBooks hat es das Buch bisher nicht in die Bestseller-Liste im Kindle-Shop gebracht. Auch in diesem Bereich ist das Erreichen der Bestseller-Listen eine schwierige Herausforderung für das Buchmarketing. Diesbezüglich bleibt also alles beim alten … bis auf die neuen Methoden ;)

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